Alphasäule

bernhard am 4. März 2015 um 11:42 pm

Die Breitwangflue ist in der Schweiz das Mekka für Eis- und Mixed-Kletterer. Vorausgesetzt, man ist den Schwierigkeitsgraden gewachsen, denn einfache Routen findet man hier keine. Nachdem ich die letzten Jahre bereites jeweils zweimal den Super-Klassiker «Crack Baby» sowie «Metro» klettern konnte, wollte ich mich diesen Winter an etwas Neues wagen. Mein Favorit war die «Alphasäule» links neben «Crack Baby», eine 370 m hohe Linie komplett im Eis, welche über eine wilde, überhängende Säule führt, die nicht ohne Grund mit dem Schwierigkeitsgrad WI 6+ bewertet ist. Nach einem zaghaften Wintereinbruch, der einmal mehr viel zu warm war, zeichnete sich Ende Januar ab, dass sich die Alphasäule dieses Jahr tatsächlich bilden könnte. Mein Traumziel für diesen Winter stand also fest. weiterlesen und Fotos ansehen »

Haizähne

bernhard am 15. Februar 2015 um 11:42 pm

Haizähne ist eine der elegantesten Routen im Oeschinenwald. Anhaltend senkrechte Genusskletterei über zahlreiche Säulen, die teilweise recht filigran sind. Die Haizähne gehören für mich schon fast zum Pflichtprogramm jeder Eisklettersaison. Die Schwierigkeit ist dank vielen guten Tritten recht moderat. Bei wenig Eis kann es aber durchaus anspruchsvoller werden, wenn man im Zickzack eine Linie im Eis nach oben suchen muss. Der direkte Zustieg führt über die Route Grimm. Eine etwas spannendere Variante ist der Zustieg über das Rattenpissoir. Dort kann man eine schöne Säule klettern. Danach quert man durch ein kleines Wäldchen nach links bis zum Einstieg von Haizähne. Rattenpissoir kann knapp in einer Seillänge geklettert werden mit einem 70 m Seil, Haizähne muss in zwei Längen geklettert werden. Fotos ansehen »

Iceaholic

bernhard am 9. Februar 2015 um 11:42 pm

Eine der längeren Linien im Eis findet man in Engelberg. Iceholic ist 425 m hoch. Wirklich lohnenswert sind aber vor allem die letzten zwei Seillängen. Wenn man vor dieser amphitheaterähnlichen Wand voller überhängendem Eis steht, verschlägt es einem fast die Sprache. Als wir die Route kletterten, war das Eis ziemlich röhrig und teilweise etwas nass. Insbesondere die letzte Seillänge oben rechts raus war an dem Tag eine richtige Herausforderung. Wegen den vielen Eiszapfen, der direkten Sonneneinstrahlung und der geringen Höhe, sollte die Route nur bei kalten Temperaturen und idealerweise bedecktem Himmel geklettert werden. Fotos ansehen »

Pingu

bernhard am 29. Januar 2015 um 11:42 pm

Gerade zu Beginn der Eisklettersaison ist Pingu ein guter Kandidat. Wenn das Eis noch neu ist und überall Eiszapfen hängen, ist die Route besonders schön. Insbesondere der obere Teil bietet einwandfreie Genusskletterei in anhaltend senkrechtem Eis. Anfang der Saison kann das ganz schön fordernd sein. Mit einem 70 m Seil kann die Route in zwei Seillängen geklettert werden. Fotos ansehen »

Dreifaltigkeit

bernhard am 21. Oktober 2014 um 10:20 pm

Noch nie habe ich ein Projekt so unterschätzt wie die zwei Highlines bei der Dreifaltigkeit im Alpstein. Von der anderen Talseite aus, wo ich die malerischen Felsen zum ersten mal studierte, sah der Zustieg um einiges kürzer und viel weniger steil aus. Dass es dort oben Grashänge gibt, die teilweise über 70° steil sind, hätte ich nicht für möglich gehalten. Beim Eisklettern entspricht eine solche Steigung etwa dem 3. Schwierigkeitsgrad. Der Felsen selber ist zudem brüchig und schwer abzusichern. Kein Wunder gibt es kaum Kletterer, die den Ort aufsuchen. Oder mit den Worten unseres Freundes Mike aus der Ostschweiz gesagt: „Niemand geht zum Spass bei der Dreifaltigkeit klettern“. Unbestritten ist aber auch, dass es nur wenige Highline-Spots gibt, die so ästhetisch und lohnenswert sind wie die Dreifaltigkeit. weiterlesen und Fotos ansehen »

Lobhörner

bernhard am 22. August 2014 um 11:42 pm

Bereits von Weitem kann man die Spitzen der Lobhörner erkennen. Sie befinden sich in der Nähe des Lauterbrunnentals und wegen ihrer exponierten Lage kann man sie sowohl von Thun, Wengen als auch Adelboden aus gut sehen. Die Lobhörner-Highlines standen in diesem Jahr ganz oben auf meiner Projekt-Liste. weiterlesen und Fotos ansehen »

Rio Highlines Teil 3: Zuckerhut

bernhard am 7. Juli 2014 um 11:42 pm

Eine imposantere Aussicht auf Rio als vom Corcovado hat man wohl nur noch vom Zuckerhut aus. Und genau dort wollte ich unbedingt eine Highline spannen, bevor mein Aufenthalt in Rio zu Ende ging. Hugo Langel van Erven, ein Kletterer, Highliner und Basejumper aus der Gegend, den ich 2008 im Yosemite Nationalpark kennen lernte erzählte mir, dass er im selben Jahr die erste Highline am Zuckerhut eingebohrt hatte. Diese sei 34 m lang und seither nie mehr wiederholt worden. Der Zustieg sei anspruchsvoll und der Aufbau aufwändiger als bei den anderen Highliners in Rio, weshalb sich die Motivation der lokalen Highliner an einer Wiederholung in Grenzen hielt. weiterlesen und Fotos ansehen »

Rio Highlines Teil 2: Corcovado

bernhard am 3. Juli 2014 um 11:42 pm

Der Corcovado in Rio de Janeiro ist vor allem bekannt wegen der 38 m hohe Christus-Statue Cristo Redentor, die man von der ganzen Stadt aus sehen kann. Die einige hundert Meter hohe Westwand des Berges ist so steil, dass sich eine Highline schon fast aufdrängt. Zu meiner Überraschung wurde die erste Highline am Corcovado erst knapp eine Woche vor meiner Ankunft in Rio gespannt. Allerdings nicht über dem steilsten Wandteil, wo ich es erwartet hätte und wo es von mir aus gesehen die logischste Linie gewesen wäre, sondern weiter vorne in Blickrichtung von Cristo. weiterlesen und Fotos ansehen »

Rio Highlines Teil 1: Pedra da Gávea

bernhard am 27. Juni 2014 um 11:42 pm

Normalerweise informiere ich mich im voraus über potentielle Highline-Spots, wenn ich für längere Zeit in ein fernes Land reise. Diesmal war es anders. Ziemlich kurzfristig konnte ich einen günstigen Flug nach Rio buchen. Eigentlich hatte ich geplant irgendwann mal Oktober oder November nach Brasilien zu fliegen und nicht gerade während der Fussball-WM. Aber manchmal kommt es eben anders als man denkt. weiterlesen und Fotos ansehen »

Landschaftspark Duisburg-Nord

bernhard am 15. Juni 2014 um 11:42 pm

Der Landschaftspark Duisburg-Nord gehört ohne Frage zu den sehenswertesten Wahrzeichen im Ruhrgebiet. Auf der rund 200 Hektar grossen Anlage wurde ab 1901 im grossen Stil Roheisen produziert. Nach der Stilllegung 1985 überliessen die Betreiber die Industrieanlage ihrem Schicksal. Die wildgewachsene Vegetation und die verrosteten Stahlkonstruktionen verleihen dem Ort einen ganz besonderen Charme. Für Outdoor-Sportler, Fotografen und andere abenteuerlustige Personen hatte die Industrieruine deshalb schon immer eine besondere Anziehungskraft. Insbesondere Kletterer aus der Region nutzen seit langem die Erzbunkeranlage zum Bouldern und Sportklettern. weiterlesen und Fotos ansehen »