Rio Highlines Teil 3: Zuckerhut

bernhard am 7. Juli 2014 um 11:42 pm

Eine imposantere Aussicht auf Rio als vom Corcovado hat man wohl nur noch vom Zuckerhut aus. Und genau dort wollte ich unbedingt eine Highline spannen, bevor mein Aufenthalt in Rio zu Ende ging. Hugo Langel van Erven, ein Kletterer, Highliner und Basejumper aus der Gegend, den ich 2008 im Yosemite Nationalpark kennen lernte erzählte mir, dass er im selben Jahr die erste Highline am Zuckerhut eingebohrt hatte. Diese sei 34 m lang und seither nie mehr wiederholt worden. Der Zustieg sei anspruchsvoll und der Aufbau aufwändiger als bei den anderen Highliners in Rio, weshalb sich die Motivation der lokalen Highliner an einer Wiederholung in Grenzen hielt. weiterlesen und Fotos ansehen »

Rio Highlines Teil 2: Corcovado

bernhard am 3. Juli 2014 um 11:42 pm

Der Corcovado in Rio de Janeiro ist vor allem bekannt wegen der 38 m hohe Christus-Statue Cristo Redentor, die man von der ganzen Stadt aus sehen kann. Die einige hundert Meter hohe Westwand des Berges ist so steil, dass sich eine Highline schon fast aufdrängt. Zu meiner Überraschung wurde die erste Highline am Corcovado erst knapp eine Woche vor meiner Ankunft in Rio gespannt. Allerdings nicht über dem steilsten Wandteil, wo ich es erwartet hätte und wo es von mir aus gesehen die logischste Linie gewesen wäre, sondern weiter vorne in Blickrichtung von Cristo. weiterlesen und Fotos ansehen »

Rio Highlines Teil 1: Pedra da Gávea

bernhard am 27. Juni 2014 um 11:42 pm

Normalerweise informiere ich mich im voraus über potentielle Highline-Spots, wenn ich für längere Zeit in ein fernes Land reise. Diesmal war es anders. Ziemlich kurzfristig konnte ich einen günstigen Flug nach Rio buchen. Eigentlich hatte ich geplant irgendwann mal Oktober oder November nach Brasilien zu fliegen und nicht gerade während der Fussball-WM. Aber manchmal kommt es eben anders als man denkt. weiterlesen und Fotos ansehen »

Grandfey-Viadukt

bernhard am 23. Mai 2014 um 11:42 pm

Der malerische Grandfey-Viadukt an der Bahnlinie von Bern nach Fribourg gehört mit 82m Höhe und 334m zu den grössten Brücken der Schweiz. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Brücke als Stahlfachwerkkonstruktion über dem Fluss Saane gebaut. Heute steht sie inmitten eines Stausees. Die Brücke wurde 1925 mit Beton verstärkt und erhielt seine klassizistische Form mit der doppelten Bogenreihe. Schon mancher Highliner hat auf der Fahrt nach Fribourg diese Brücke studiert. weiterlesen und Fotos ansehen »

Grasburg

bernhard am 17. Mai 2014 um 11:42 pm

Hoch oben über der Sense, auf einem steil abfallenden Sandsteinfelsen, befindet sich die Ruine der grössten Burg des Kantons Bern. Nach neusten Erkenntnissen wurde das monumentale Bauwerk wohl zwischen 1220 und 1240 als staufische Reichsburg erbaut. Eine Urkunde aus dieser Zeit gibt Aufschluss darüber, dass die Ritter Kuno und Otto von Grasburg um diese Zeit etwas mit der Burg zu tun hatten. Die beiden Herren hätten wohl nicht schlecht gestaunt, was sich 800 Jahre später über den Ruinen ihres Rittersaals abspielt. weiterlesen und Fotos ansehen »

Lаnԁwаѕѕеrviаdukt

bernhard am 26. April 2014 um 11:42 pm

Der Lаnԁwаѕѕеrviаdukt ist eines der bekanntesten Wahrzeichen in Graubünden und gehört zu einem der 11 UNESCO-Weltkulturerben in der Schweiz. Er ist in seiner Form einzigartig. Das technische Meisterwerk wurde 1901-1902 erbaut. Revolutionär zu dieser Zeit war, dass die Pfeiler ohne ein eigentliches Baugerüst hochgemauert wurden. Die Eisenbahnbrücke ist 65 Meter hoch und 136 Meter lang. Die lichte Weite beträgt 20 Meter. weiterlesen und Fotos ansehen »

Crack Baby

bernhard am 17. März 2014 um 11:44 pm

Es ist schon ein Privileg, wenn man den absoluten Klassiker unter den Eisrouten in den Alpen quasi vor seiner Türe hat (mal abgesehen von den 1000 Höhenmeter Zustieg bis zum Wandfuss). Crack Baby ist eine grossartige Linie in der Breitwangflue bei Kandersteg. Sie bietet alles, was das Herz des Kletterers begehrt: Anhaltend steile und überhängende Passagen, Säulen, Eiszapfen und eine grandiose Aussicht. Als die Route 1993 vom Eiskletterpionier Xaver Bongart und Michael Gruber erstbegangen wurde, war das ein Meilenstein in der Geschichte des Eiskletterns. weiterlesen und Fotos ansehen »

Equi-Libre

bernhard am 25. August 2013 um 10:04 am

Urban Balancing ist die Bezeichnung für die sportliche Überwindung von Balance-Hindernissen im städtischen Raum. Oder anders formuliert: Die Kunst des urbanen Balancierens. Besonders bei Slacklinern und Traceuren (Parkour/Freerunning) ist diese Betätigung weit verbreitet. Ohne weitere Hilfsmittel wird dabei über bereits vorhandene Hindernisse wie Geländer, Mauern, Ketten, Stahlseile, Taue, Kunstobjekte und ähnliches balanciert. Für Slackliner wird die Stadt so zu einem grossen Spielplatz und zugleich zum alltäglichen Trainingsraum. weiterlesen und Fotos ansehen »

Angel Falls

bernhard am 5. August 2013 um 5:23 am

Es war ein ambitioniertes Projekt mit einer aufwändigen Planung. Noch nie zuvor hat jemand versucht, eine Highline über dem höchsten Wasserfall der Welt zu spannen. Um dorthin zu kommen mussten wir erst zu Fuss einen der grössten Tafelberge in Venezuela überqueren. Viele Schwierigkeiten galt es zu überwinden und wir standen immer wieder vor ungelösten Fragen. Würden wir den tagelangen Zustieg durch den Dschungel mit allem Material und Proviant in der knapp kalkulierten Zeit schaffen? Würden wir die erhofften Wetterverhältnisse zu Beginn der Regenzeit vorfinden, von denen schlussendlich der Erfolg unseres Vorhabens abhing? Denn nur wenn es vorher genug lange trocken war, kann man den grossen Sumpf auf dem Weg ohne grössere Schwierigkeiten passieren. Starker Regen und dichter Nebel, in den die Tepuis oft gehüllt sind, können eine Highline-Begehung unmöglich machen. Und doch waren wir spätestens ab der zweiten Woche unserer Reise auf viel Regen angewiesen, weil der Angel Fall am Ende der Trockenzeit praktisch ausgetrocknet ist und damit auch der Fluss darunter kaum Wasser führt. Dies hätte zur Folge gehabt, dass unser einziger Weg aus dem Dschungel auf einem Einbaum, wegfallen würde. weiterlesen und Fotos ansehen »

Reise Integral

bernhard am 2. März 2013 um 11:42 pm

Wir waren ziemlich eingeschüchtert, als wir unter dieser unglaublich hohen, freistehenden Eissäule standen. Unzählige Male war ich in den letzten Jahren in Kandersteg zum Eisklettern. Doch so etwas beeindruckendes hatte ich zuvor noch nie von Nahem gesehen. Beim Anblick der etwa 60 Meter hohen, leicht überhängenden Steilwand aus gefrorenem Wasser mussten mein Seilpartner Marc und ich erst Mal leer Schlucken. Seit Tagen liess mich der Gedanken an eine Besteigung dieser faszinierenden Eisskulptur nicht mehr los. weiterlesen und Fotos ansehen »