Tränen der Eisprinzessin

Lange hat es gedauert, bis diesen Winter endlich etwas an der Breitwangflue geklettert werden konnte. Ende März war für kurze Zeit der Klassiker «Crack Baby» zusammen gewachsen, so dass ich zusammen mit Dres Abegglen das Vergnügen hatte, diesen schönen Eisfall zu Klettern. So wenige Seilschaften wie diesen Winter traf man schon lange nicht mehr an auf der Breitwangflue. Halbwegs machbar war auch die Mixed-Route «Tränen der Eispinzessin», welche ich zwei Tage darauf mit Marianus Link klettern konnte.

Die ersten Meter folgt man einem Riss, den man gut absichern kann. Danach muss man eine exponierte Felsnase überwinden, die man mit mit Vorteil ohne Eisgeräte klettert. Das Gefühl, sich mit blosen Händen an sandigen Slopern zu halten und an dem kalten Fels zu klettern war etwas ungewohnt. Anschliessend kommt ein abwechslungsreicher Quergang, welcher unter dem grossen Ausstiegszapfen von «Mach 3» durch führt. Die letzte Säule von «Tränen der Eisprinzessin» war dieses Jahr leider nicht bis unten gewachsen, so dass wir diesen Teil links über den Fels umgehen mussten. Im oberen Teil erwartete uns dafür Eis in bester Qualität. In einem anderen Jahr werde ich diese Route sicher nochmals mit der Säule klettern. Schon nur wegen dem eindrücklichen Ambiente lohnt sich das.

«Tränen der Eisprinzessin»
IV, 6+M, 205 m
Breitwangflue, Kandersteg, Schweiz

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