Bärengraben

Als Herzog Berthold V. von Zähringen 1191 die Stadt Bern gründete, soll er bei einer Jagt befohlen haben, die neue Siedlung nach dem ersten Tier zu benennen, das erlegt würde. Ob es sich wirklich so zugetragen hat, darüber sind sich die Historiker nicht einig. Jedenfalls gibt es seit dem Mittelalter in Bern einen Bärengraben, der an das städtische Wappentier erinnert.

Praktisch jedem der einmal in Bern war, ist der kreisrunde Bärengraben ein Begriff. Der Graben ist das Stelldichein von Tausenden geworden. Schon Felix Platter erzählt von seinem Besuche des Bärengrabens, James Fenimore Cooper wie Alexander Dumas besuchten ihn, Albert Einstein und Lenin sahen sich in ihrer Bernerzeit den Bärengraben an, und königliche Hoheiten aus aller Welt beehrten ihn mit ihrem Erscheinen, der König von Siam wie der deutsche Kaiser. Sogar in einem James Bond Film ist er zu sehen. Dann und wann ereignete sich auch ein Unglück, wenn ein Unvorsichtiger in den Graben stürzte, aber das erhöht nur den geheimnisvollen Zauber dieses Ortes. Für die Berner ist er weit mehr als eine Publikumsattraktion. Er gehört zu Bern wie die Kirchenfeldbrücke oder das Münster.

Die Bären selber sind unlängst in den neuen Bärenpark am Aareufer umgesiedelt worden, der sich gleich neben dem alten Bärengraben befindet und in den letzten Jahren für gerade mal 24 Millionen Franken gebaut wurde. Deshalb konnten sie leider nicht mitverfolgen, wie jemand zum ersten mal seiner Geschichte über den Bärengraben balanciert ist :-)

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